Energetische Gebäudesanierung vorantreiben

Datei herunterladen  Energetische Gebäudesanierung vorantreiben  |  9. September 2013  

Am vergangenen Freitag (06.09.2013) besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) und die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) das Hagebau-Centrum Brönner in Arnstadt. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Raphael Brönner, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Centrums, und Gerhardt Wellert, Vertriebsdirektor bei der Knauf Gips KG, standen die politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche energetische Gebäudesanierung.

„In Deutschland entfallen 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen auf den Gebäudebereich. Die energetische Gebäudesanierung ist ein entscheidender Schlüssel zum Gelingen der Energiewende und birgt gerade vor dem Hintergrund steigender Stromkosten riesige Einsparpotenziale für Verbraucherinnen und Verbraucher,“ erklärt Schipanski.

Deshalb legten CDU/CSU und FDP im Juni 2011 einen Gesetzentwurf vor, der die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vorsah. Das Vorhaben scheiterte jedoch an der rot-grünen Blockadehaltung im Bundesrat. „Zwischen den Sonntagsreden von Grünen und SPD zum Klimaschutz und ihrem realen Handeln klafft wieder mal eine riesige Lücke,“ so Schipanski.
In dem Gespräch machten Raphael Brönner und Gerhardt Wellert deutlich, dass die steuerliche Förderung für Mittelstand und Handwerk von großer Bedeutung ist. „Der Förderhebel öffentlicher Mittel zu privaten Investitionen ist bei der energetischen Sanierung mit 1:12 besonders groß. Für jeden investierten Steuer-Euro wären Aufträge für Handwerker und Mittelstand in Höhe von 12 Euro entstanden,“ so die Unternehmer. Lieberknecht und Schipanski versprachen, sich direkt nach der Bundestagswahl erneut für eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung einzusetzen.

Nach dem Scheitern der steuerlichen Förderung als ‚Königsweg‘ hat die Bundesregierung im Alleingang das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um 300 Mio. Euro auf künftig 1,8 Mrd. Euro aufgestockt. Die Mittel stammen aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung und werden über zinsgünstige Darlehen der KfW-Förderbank vergeben. Auch mit dem Mietrechtsänderungsgesetz, das der Bundestag Ende 2012 verabschiedet hat, werden Anreize für energetische Sanierungsmaßnahmen geschaffen. Seit 2006 wurden in Deutschland rund 3 Mio. Wohnungen energieeffizient saniert oder neu errichtet.