Thüringen muss sich beim Zentralabitur nicht verstecken

Der Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski begrüßt das Vorhaben einiger Bundesländer, ab 2014 gemeinsame Abiturprüfungen in Mathematik und Deutsch durchzuführen. „Dass sich jetzt immerhin fünf Länder aus eigener Initiative in zwei Hauptfächern zusammenschließen ist ein Schritt in die richtige Richtung, um eine größere Vergleichbarkeit der Schulsysteme und Abschlüsse in Deutschland herzustellen“, lobte Schipanski. Gleichzeitig bedauerte der Abgeordnete, dass sich Thüringen an dem zentralen Abitur nicht, wie vor zwei Jahren noch geplant, beteilige.

„Der Freistaat braucht sich bei seinem Leistungsniveau und seinen Lernstandards keineswegs zu verstecken, wie die nationalen Vergleichsstudien deutlich gezeigt haben. Im Gegenteil: Andere Länder könnten von Thüringen durchaus lernen“, betonte Schipanski. „Auch ein SPD-Kultusminister muss die Vergleichbarkeit nicht scheuen!“ Aber Christoph Matschie befürchte wohl, dass mit seinen Gemeinschaftsschulen das Wissen der Thüringer Abiturienten abgeflacht werden könnte, mutmaßte der Abgeordnete.

Natürlich seien einheitliche Bildungsstandards die Voraussetzung, um überhaupt gemeinsame Abiturprüfungen durchzuführen, erklärte Schipanski. Genau darin sehe er die große Chance, die derzeit bis zu einem Schuljahr betragenden Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern mittelfristig zu minimieren. „Da von den Eltern im Berufsleben eine immer größere Mobilität verlangt wird, ist es Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass diese nicht am Schulbesuch der Kinder scheitert“, so Schipanski.

Hintergrund: Die fünf Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt planen ab dem Jahr 2014 gemeinsame Abiturprüfungen, um eine größere Vergleichbarkeit zu erreichen.

Datei herunterladen  Thüringen muss sich beim Zentralabitur nicht verstecken  |  7. Januar 2011