Förderschulen erhalten

Der Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) teilt die Kritik der Eltern und Lehrer an der Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts in Thüringen. „Kultusminister Christoph Matschie hat die Auflösung der Förderschulen geplant und durchgeführt, ohne die Betroffenen ausreichend in den Prozess einzubinden“, bemängelt Schipanski das Vorgehen. Deshalb habe die CDU Ilm-Kreis in enger Abstimmung mit der Elterninitiative ‚Pro Förderschule‘ einen Antrag an den CDU-Landesvorstand gestellt, der auf den Erhalt der Förderschulen ziele. „Jetzt liegt der Ball eindeutig bei der Landtagsfraktion. Denn mit dem Antrag positioniert sich die CDU Thüringen einerseits, gibt andererseits aber auch Impulse an die Landtagsfraktion weiter – in der Hoffnung, dass diese sich für eine zufriedenstellende Lösung für die betroffenen Schüler, Lehrer und Eltern einsetzt“, erläutert der Parlamentarier. Dabei könnten sich die Landtagsabgeordneten einer großen Rückendeckung aus Berlin sicher sein, berichtet Schipanski. So habe sich der Bundestag erst kürzlich, als es um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ging, für den grundsätzlichen Erhalt der Förderschulen ausgesprochen. „Weil nicht für jedes Kind der Gemeinsame Unterricht die beste Lösung ist, sollten Eltern wählen können, ob sie ihr Kind an der Förderschule oder im regulären Schulsystem beschulen lassen möchten“, erklärt Schipanski. Ein möglichst durchlässiges Schulsystem und eine enge Kooperation der einzelnen Schulformen seien aber Voraussetzungen einer gelungen Schulpolitik.

Datei herunterladen  Förderschulen erhalten  |  24. März 2011