Gymnasien nicht gefährden

Der Ilmenauer Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) zeigte sich über den Kreistagsbeschluss zu den Gemeinschaftsschulen im Ilm-Kreis sehr überrascht. „Dieses Ergebnis, das vom Beschluss des Schulausschusses deutlich abweicht, hatte ich nicht erwartet. Es bietet jetzt aber die Möglichkeit, zunächst an einer Schule im Kreis die neue Schulform zu testen, ehe weitere Experimente durchgeführt werden“, betonte Schipanski. Gleichzeitig begrüßte er, dass für Abiturienten weiter das Gymnasium in Arnstadt die erste Adresse sein werde. „Das Gymnasium muss auch zukünftig als eigenständige Schulform erhalten bleiben. Das gegliederte  Schulsystem in Thüringen ist ein Erfolgsmodell für ganz Deutschland“, hob der Parlamentarier hervor. Für die neue Schulform fehle noch das übergreifende Konzept, kritisierte Schipanski mit Blick auf das Kultusministerium. „Wir haben das bei der Auflösung der Arnstädter Förderschule erleben müssen, jetzt sind die Gemeinschaftsschulen ein ideologischer Spielplatz ohne Konzepte. Auch die Kritik an der geplanten Veränderung der Schulordnung wird anhalten, wenn der Minister die Beteiligten nicht einbindet. Ich befürworte innovative Schulkonzepte, aber überdehnt werden sollten solche Ansätze nicht. Leistungsmessung ist ein notwendiger Bestandteil von Schule und Unterricht und das sehen auch die meisten Eltern, Schüler und Lehrer so“, betonte der Bildungspolitiker.

Datei herunterladen  Gymnasien nicht gefährden  |  7. April 2011