[download id="714"] Verlauf der Gleichstromtrasse entlang A9 geplant Der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) begrüßt die Entscheidung der Netzbetreiber 50Hertz und Amprion, die durch Ostthüringen verlaufende Gleichstromleitung von Bad-Lauchstädt nach Meitingen entlang der Autobahn A 9 zu planen. Diese Variante soll nun bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. „Es ist eine vernünftige Entscheidung der Netzbetreiber, mit einem Verlauf entlang der A9 eine weitere Querung des Thüringer Waldes zu vermeiden. Sie war allerdings auch erwartbar, da 50Hertz diese Variante schon im November 2013 als Favorit bezeichnet hat“, sagte der Abgeordnete. Schipanski hatte sich am 29.11.2013 mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von 50Hertz, Boris Schucht, getroffen und verdeutlicht, dass die Schmerzgrenze beim Netzausbau in Südthüringen inzwischen erreicht sei.

Am 25. April 2013 hat der Deutsche Bundestag das Bundesbedarfsplangesetz verabschiedet, welches den Neubau sowie das Verstärken bestehender Stromtrassen beinhaltet. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt für den geplanten Umbau der Energieversorgung getan. „Unser Ziel ist es, den Umstieg auf Erneuerbare Energien so zu gestalten, dass die Energieversorgung auch in Zukunft sicher und bezahlbar für den Verbraucher bleibt“, so Schipanski. Erstmals enthält der Bundesbedarfsplan größere Pilotprojekte zur Erdverkabelung, acht Pilotvorhaben in der Hochspannungsgleichstromübertragungstechnik (HGÜ) und ein Pilotvorhaben mit Hochtemperaturleiterseilen (HTLS).

Auf die jüngsten Äußerungen von Hans-Jürgen Beier, Bürgermeister von Großbreitenbach, reagiert der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski verwundert. „Der Netzentwicklungsplan Strom 2012 ist in dieser Form bereits seit November letzten Jahres bekannt und öffentlich zugänglich. Damals (Pressemitteilung vom 27.11.2012) wie heute begrüße ich, dass die Trasse Altenfeld nach Grafenrheinfeld darin vorerst nicht mehr vorgesehen ist. Dafür hatten sich Landesregierung, Bürger, Initiativen und Thüringer Abgeordnete eingesetzt. Ich bin überrascht, dass sich der Großbreitenbacher Bürgermeister erst jetzt mit diesem Netzentwicklungsplan beschäftigt.“