Schipanski: „Fälle von Missbrauch bei Zeitarbeit und Werkverträgen eindämmen“. Kücker: „Praxistest steht noch aus“ Über die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sprachen am Dienstag (31. Januar 2017) der CDU-Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski und die Landesbeauftragte des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ) Ulrike Kücker in Arnstadt. Fälle von missbräuchlicher Gestaltung von Werkverträgen sollen mit der gesetzlichen Neuregelung eingedämmt werden. Diese tritt ab dem 1. April 2017 in Kraft. Das reformierte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sieht vor, dass die Überlassung von Arbeitnehmern eine Höchstdauer von 18 Monaten nicht überschreiten darf. Das „Equal Pay“, also die Gleichstellung des Arbeitsentgelts mit dem der Stammarbeitnehmer, soll spätestens nach neun Monaten eintreten. Abweichungen sind durch Tarifverträge der jeweiligen Einsatzbranchen möglich.

[download id="1096"] Die Große Koalition hat sich auf einen gemeinsamen Gesetzesentwurf zu Zeitarbeit und Werkverträgen verständigt. Der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) begrüßt dies. Bei Veranstaltungen zum 1. Mai in Ilmenau und Gotha hatte er bereits angekündigt, dass bald ein Kompromiss gefunden werde. „Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, werden wir Fälle von missbräuchlicher Gestaltung von Werkverträgen eindämmen und Sicherheit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gewährleisten. Dabei ist eine Balance wichtig: Missbrauch soll verhindert werden. Gleichzeitig gilt es, die notwendige Flexibilität für die Unternehmen zu erhalten. Wir haben hier einen Kompromiss mit Augenmaß gefunden“, sagte Schipanski.