Historischer Verantwortung gerecht werden

Datei herunterladen  Brief aus Berlin – 02/2015  |  30. Januar 2015  

Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Der Bundestag hat am Dienstag, 27. Januar 2015, in einer Gedenkveranstaltung der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Anlass war der 70. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen.

„70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz wächst die zeitliche Distanz der jüngeren Generation. Daher wird es noch wichtiger, dass die Erinnerung im Geschichtsunterricht einen festen Platz hat. Das ist Teil unserer Verantwortung“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU). „Unserer historischen Verantwortung gerecht zu werden bedeutet auch, sich den humanitären Herausforderungen der Gegenwart zu stellen. Das gilt insbesondere auch für die Aufnahme von Flüchtlingen, die bei uns in Thüringen Schutz vor Verfolgung und Gewalt in ihrer Heimat suchen“, so der Abgeordnete weiter.

Für die Bewahrung des Friedens in Europa trage Deutschland eine besondere Verantwortung, so zum Beispiel bei der diplomatischen Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Ausschwitz sei auch ein Mahnmal für den Frieden in Europa. Daher sei es ein besorgniserregendes Signal, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht an der zentralen Gedenkfeier in Ausschwitz teilnehme, bei der zahlreiche Staats- und Regierungschefs am Dienstagnachmittag an die Befreiung erinnern.