Christenverfolgung in der DDR endlich aufarbeiten

Datei herunterladen  Christenverfolgung in der DDR endlich aufarbeiten  |  21. Juni 2016  

Jahn und Schipanski treffen Autoren des offenen Briefes
Christenverfolgung in der DDR endlich aufarbeiten – mit dieser Forderung haben sich Pedro Hertel und Pfarrer i. R. Gerhard Sammet aus Ilmenau unlängst in einem offenen Brief an die Thüringer Landesregierung gewandt. Am Donnerstag (16.06.2016) erörterten die beiden das Anliegen gemeinsam mit Roland Jahn, dem Bundesbeauftragen für die Stasiunterlagen und dem thüringischen Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski (CDU), der das Gespräch vermittelt hatte.

Der Bundebeauftragte unterstützte das Anliegen der Briefautoren: „Aufarbeitung kann nur gelingen, wenn tatsächlich alle Opfergruppen berücksichtigt werden. Die Thüringer Landesregierung sollte bei ihren Bemühungen darum unbedingt auch das Schicksal der Christinnen und Christen in der ehemaligen DDR einbeziehen.“

Schipanski schloss sich dieser Forderung ausdrücklich an: „Die DDR-Diktatur hat vielen Christen großes Leid und Unrecht zugefügt. Der rot-rot-grünen Landesregierung würde es gut zu Gesicht stehen, die Christenfeindlichkeit des Regimes auch anzuerkennen und aufzuarbeiten. Es reicht nicht aus, wenn der Ministerpräsident zum Papst pilgert, seine Partei muss sich endlich ihrer historischen Verantwortung stellen.“ Es könne nicht sein, dass das Land für diesen unrühmlichen Teil der DDR-Geschichte bisher keine Projekte angestoßen habe, so der Bundestagsabgeordnete abschließend.

Bild: Personen v.l.n.r.: Pedro Hertel, Roland Jahn, Gerhard Sammet, Tankred Schipanski