Mehr Netzwerke zwischen Thüringer Hochschulen

Der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU), der Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung ist, bedauert außerordentlich, dass die Thüringer Universitäten bei der dritten Runde der Exzellenzinitiative nicht erfolgreich waren. „Das ist für unsere Hochschulen mehr als unerfreulich, weil es neben der Auszeichnung um sehr viel Geld ging“, betonte Schipanski. Allerdings müssten die Thüringer Hochschulen den Vergleich mit den ausgezeichneten Universitäten keinesfalls scheuen, sondern seien insgesamt gut aufgestellt. „Es ist für Unis mit bestehenden Ressourcen natürlich wesentlich leichter, so umfangreiche Strukturen wie Graduiertenschulen oder Cluster zu konzipieren“, gab der Parlamentarier zu bedenken. Deshalb müsste die Hochschul- und Forschungslandschaft im Freistaat zukünftig stärker über Netzwerke und Bündnisse strukturiert werden. Beispielgebend dafür könne die Niedersächsische Technische Hochschule, eine Allianz von drei unabhängigen Universitäten, sein, die bei dieser Runde der Exzellenzinitiative im Bereich der Graduiertenschulen erfolgreich war.

Zugleich forderte Schipanski, man müsse sich zeitnah Gedanken machen, was nach dem Auslaufen der Exzellenzinitiative im Jahr 2017 folgen werde. „Es geht auch darum, Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, die dafür sorgen, dass sich die regionalen Unterschiede in der deutschen Hochschullandschaft nicht noch weiter vergrößern“, so Schipanski abschließend. Die Bildungspolitiker der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag werden auf ihrer Klausurtagung Mitte März erste Vorschläge dafür erarbeiten.

Datei herunterladen  Mehr Netzwerke zwischen Thüringer Hochschulen  |  4. März 2011