Neue Cyberagentur des Bundes wird in der Region Leipzig/Halle aufgebaut
Der Bund siedelt den Kopf seiner neuen Agentur für Innovation in der Cybersicherheit in der Region Leipzig/Halle an. Das gaben Bundesverteidigungsministerium und Bundesinnenministerium am Donnerstag (31.01.2019) bekannt. Der Thüringer Bundestagsabgeordnete und Digitalpolitiker Tankred Schipanski (CDU) erklärte dazu: „Die Entscheidung ist gut für die Cybersicherheit und gut für Ostdeutschland. Thüringen mit seiner innovativen Gründerszene im Bereich Cybersicherheit hat weiterhin beste Chancen, von den eingeplanten Bundesmitteln zu profitieren. Rund 80 Prozent der für die Agentur vorgesehenen Mittel sollen in dezentrale Agenturbüros und Innovationsprogramme fließen.“

Der Ilmenauer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) fordert erneut ein Sonderprogramm des Freistaates für die Technische Universität (TU) Ilmenau und hofft dabei auf Unterstützung der Thüringer SPD-Landtagsfraktion. Diese hatte im Rahmen ihrer Winterklausurtagung in Ilmenau angekündigt, das dortige Innovationszentrum Mobilität weiter fördern zu wollen.

„Das Innovationszentrum Mobilität zu fördern ist gut, greift aber zu kurz. Für Ilmenau muss mehr drin sein! Der Forschungsstandort muss im Ganzen stärker unterstützt werden. Dafür brauchen wir eine ausreichende Finanzierung durch den Freistaat Thüringen und ein Sonderprogramm für die TU Ilmenau. Deren Wettbewerbsfähigkeit sehe ich langfristig nämlich gefährdet durch die wachsende Konkurrenz im nahen Bayern, insbesondere durch die neue TU Nürnberg. Ich setze hierbei auf Unterstützung durch die SPD-Landtagsfraktion, auch beim zuständigen SPD-Wissenschaftsminister“, so Schipanski.

Schipanski: 40 Millionen Euro für Forschungsprojekte
Das Bundesforschungsministerium stärkt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der DDR und dem SED-Unrecht. Dafür wurden jetzt 14 Forschungsverbünde ausgewählt. Sie werden in den nächsten vier Jahren mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert. Zu den Forschungsfragen zählen unter anderem begangenes Unrecht, etwa in Haftanstalten, Erziehungsheimen, im Gesundheitswesen sowie gegen Ausreisewillige.

„Es ist erschreckend, dass viele Menschen heute nur noch wenig über die DDR wissen und auch, dass das dort geschehene Unrecht teilweise verharmlost wird. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Aufarbeitung des in der DDR geschehenen Unrechts unter Rot-Rot-Grün in Thüringen ist unzureichend. Wir steuern als Bund gegen und fördern auch unter anderem Forschungsprojekte mit Beteiligung von Thüringer Forschungseinrichtungen. Sie werden dazu beitragen, Wissenslücken zu schließen“, berichtete der Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete und Forschungspolitiker Tankred Schipanski.