Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit für Schulsystem

In einer aktuellen Online-Befragung der Erfurter Industrie- und Handelskammer hatte sich ein Großteil der befragten Unternehmen für ein deutsches Einheitsabitur ausgesprochen. Der Thüringer Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) erklärte dazu: „Wir brauchen mehr Transparenz, Vergleichbarkeit und Möglichkeiten zur Mobilität im deutschen Schulsystem. Deshalb müssen wir die Forderungen der Wirtschaft, aber auch der Eltern und Schüler nach vergleichbaren Abschlüssen ernst nehmen.“ Vergleichbarkeit bedeute, dass Eltern, aber auch Ausbildungsbetriebe einordnen können, was der jeweilige Schulabschluss wert ist. Gleichwohl dürften Schulabgänger aus unterschiedlichen Bundesländer weder bevorteilt noch benachteiligt werden, betonte Schipanski. Die Leitlinien, die die Kultusministerkonferenz aktuell für die Hauptfächer erarbeite, seien ein erster Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus müsse es aber auch transparente Regeln und Bewertungsmaßstäbe geben, um eine wirkliche Vergleichbarkeit und Qualitätssicherung zu gewähren, forderte der Bildungspolitiker. „Das Einheitsabitur ist dabei nur ein denkbarer Lösungsansatz, der allerdings allein aufgrund der bürokratischen Hürden nicht ohne weiteres zu realisieren wäre. Ein bundesweit einheitlicher und verbindlicher Aufgabenpool, wie ihn einige Bundesländer anstreben, ist aus meiner Sicht ein guter Kompromiss“, erklärte der Schipanski.

Datei herunterladen  Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit für Schulsystem  |  4. März 2011