Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wird vereinfacht

Der Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) begrüßt den am Mittwoch (23. 3. 2011) vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf zur Verbesserung und Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. „Das ist ein Meilenstein für mehr Integration sowie gegen den Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Wirtschaft“, lobte Schipanski den Gesetzentwurf. Wer einen Beruf erlernt habe, verdiene auch die Chance ihn auszuüben. Dabei sei es unerheblich, wo die Ausbildung stattgefunden habe. „Für uns ist entscheidend, dass der Bewerber über die für den Beruf erforderlichen Kompetenzen und Kenntnisse verfügt. Deshalb schafft das Gesetz für jeden Interessierten den Rechtsanspruch auf eine zeitnahe und individuelle Prüfung von im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, um festzustellen, ob diese dem jeweiligen deutschen Abschluss entsprechen“, erklärte Schipanski. Im negativen Fall erhalte der Betroffene die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren, um später die Anerkennung zu erhalten. „So verhindern wir zukünftig wirkungsvoll, dass Ärzte Taxi fahren, Erzieherinnen putzen gehen und Ingenieure auf der Baustelle malochen. Wir vereinfachen das Verfahren deutlich, weshalb die Hürden geringer sind“, betonte der Parlamentarier.

Das Gesetz umfasse alle Berufe, deren Abschlüsse auf Bundesebene geregelt seien. Mit den Bundesländern gebe es zusätzliche Absprachen, dass diese entsprechende Regelungen für Berufe wie Lehrer, Ingenieure und Erzieher, die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegen, treffen würden. „Dass die hohe Qualität unserer Abschlüsse gewahrt bleibt, stellen wir in jedem Fall sicher. Eine sofortige Anerkennung der ausländischen Qualifikation erfolgt nur dann, sofern die Abschlüsse wirklich als gleichwertig gelten können“, erklärte Schipanski.

Datei herunterladen  Ausländische Bildungsabschlüsse anerkennen  |  23. März 2011