Fehler eingestehen bei Förderschulauflösungen

Der Bildungspolitiker und Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) begrüßt, dass die Problematik des Gemeinsamen Unterrichts jetzt einvernehmlich in einem Beirat gelöst werden soll. Kultusminister Christoph Matschie (SPD) habe es, so Schipanski, viel zu lange versäumt, die Betroffenen einzubeziehen. „Lehrer, Eltern und Schüler haben sich überrannt gefühlt durch die Verordnungen, die Matschie einfach von oben durchgesetzt hat. Der Schritt, alle zum Dialog an einen Tisch zu holen, war längst überfällig“, betonte der Parlamentarier. Gleichzeitig mahnte er an, dass die neue Diskussion ergebnisoffen geführt werden müsse und bereits ausgeführte Maßnahmen für die Phase der Beratungen ausgesetzt werden sollten. „Der Beirat kann nur dann einen wirklichen Konsens erzielen, wenn auch die Möglichkeit besteht, Entscheidungen als falsch oder verfrüht zu erkennen und dann entsprechend zu revidieren“, forderte Schipanski vor allem mit Blick auf die übereilte Auflösung der Förderschule in Arnstadt. Außerdem verwies er auf einen Beschluss des Bundestages, der sich für einen grundsätzlichen Erhalt der Förderschulen und eine enge Kooperation der einzelnen Schulformen ausspreche. „Weil nicht für jedes Kind der Gemeinsame Unterricht die beste Lösung ist, sollten Eltern wählen können, ob sie ihr Kind an der Förderschule oder im regulären Schulsystem beschulen lassen möchten“, erklärte der Bildungspolitiker.

Datei herunterladen  Fehler eingestehen bei Förderschulauflösungen  |  6. Mai 2011