Auf gutem Weg in die Bildungsrepublik

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski begrüßt das Bildungskonzept, das der Bundesvorstand der CDU am Montag (27. Juni) verabschiedet hat, als wichtigen Schritt in die Bildungsrepublik Deutschland. „Das Bildungskonzept enthält wesentliche Maßnahmen zur Modernisierung der Bildungslandschaft in Deutschland“, betonte Schipanski. Hervorzuheben seien besonders die Schritte, die auf eine stärkere Vergleichbarkeit der schulischen Bildung zielten wie gemeinsame Abschlussprüfungen und verbindliche Bildungsstandards. Dass dabei auch eine stärkere Kooperation zwischen Bund und Ländern sowohl im Schul- als auch im Hochschulbereich ermöglicht werden solle, lobte Schipanski nachdrücklich.

Die bundesweite Einführung eines zweigliedrigen Schulsystems halte er für notwendig. „Das erfolgreiche Schulsystem in Sachsen und Thüringen wird zum Vorbild für ganz Deutschland. Angesichts sinkender Schülerzahlen ist es der richtige Weg, um nahe am Wohnort ein gutes Schulangebot aufrecht zu erhalten“, begründete Schipanski. Für die westdeutschen Bundesländer bedeute diese Umstellung jedoch eine tiefgreifende Reform, so dass auch mit Widerständen zu rechnen sei. Für Thüringen sei von besonderer Relevanz, dass an der Förderschule als Schulform grundsätzlich festgehalten werden solle. „Die CDU steht für so viel Inklusion wie möglich und so viel sonderpädagogische Förderung wie nötig, wozu neben integrativen Unterrichtsformen eben auch die Förderschule als Institution gehört. Dies sollte auch für die Bildungspolitk im Freistaat Leitgedanke sein“, erklärte Schipanski.

Dass das Bildungskonzept vorsieht, Kindertagesstätten zukünftig als Bildungseinrichtungen zu verstehen und die Zuständigkeit deshalb bei den Bildungsministerien der Länder anzusiedeln, begrüßte Schipanski. „Wollen wir allen Kindern gleiche Bildungschancen ermöglichen, müssen wir mit der Förderung schon bei unseren Jüngsten beginnen. Dafür braucht es allgemein verbindliche Standards“, betonte der Politiker.

Auf Bestreben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bilde die Lehrerausbildung einen Schwerpunkt des Bildungskonzeptes. So soll nach Vorstellung der CDU die Lehrerausbildung zukünftig in Zentren für Lehrerausbildung stattfinden, Vorpraktika sollten zur Pflicht und Weiterbildungen für ausgebildete Lehrer zum Standard werden. „Wichtig ist auch, dass der Lehrberuf in der Gesellschaft wieder als das anerkannt wird, was er ist: einer der wichtigsten und verantwortungsvollsten Berufe überhaupt“, hob Schipanski hervor.

Datei herunterladen  Auf gutem Weg in die Bildungsrepublik  |  27. Juni 2011