Auch in der JVA wird gelernt

Im Rahmen seiner Sommertour machte der heimische Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski am 04. August Station in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gräfentonna. Gemeinsam mit VG-Chef Stefan Müller informierte sich Schipanski über Resozialisierungsmaßnahmen und tauschte sich mit Anstaltsleiter Oberregierungsrat Jens Kreisel über die anstehende Reform der Sicherungsverwahrung aus. Zugleich war es ein erstes Kennenlernen des neuen Anstaltsleiters der im Juli des vergangenen Jahres den bisherigen Anstaltsleiter Herrn Manfred Schwämmlein ablöste.

Ina Drechsler, Abteilungsleiterin Pädagogik, stellte dem Bildungspolitiker die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im geschlossenen Vollzug vor. So ist es den Gefangenen möglich, ihren Hauptschulabschluss in der JVA Gräfentonna nachzuholen, sowie verschiedene Ausbildungsberufe zu erlernen. „Es ist spannend zu sehen, wie Mitarbeiter von Bildungsträgern in der JVA unterrichten und lehren. Diese Maßnahmen sind wichtige Elemente für eine Wiedereingliederung der Täter nach der Verbüßung ihrer Strafe. Die JVA Gräfentonna bietet optimale Voraussetzungen für vielfältige Resozialisierungsmaßnahmen.“ so Schipanski.

Pädagogin Drechsler: „Unsere Schüler bestehen größtenteils die Prüfungen gut, die zudem von Externen abgenommen werden. Neben der Möglichkeit von Aus- und Weiterbildung arbeiten viele Gefangene in der anstaltseigene Bäckerei, Töpferei oder KfZ-Werkstatt.“ Schipanski besuchte verschiedene Ausbildungsklassen und machte sich ein Bild von den Bedingungen vor Ort.

In der JVA Gräfentonna sitzen derzeit rund 490 Gefangene ein, welche von rund 300 Mitarbeitern betreut werden. Dazu gehören Justizvollzugsbeamte, Sozialtherapeuten, Seelsorger, pädagogisches Personal sowie Ausbilder und Verwaltungsangestellte.

Datei herunterladen  Auch in der JVA wird gelernt  |  10. August 2011