Schipanski: 40 Millionen Euro für Forschungsprojekte Das Bundesforschungsministerium stärkt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der DDR und dem SED-Unrecht. Dafür wurden jetzt 14 Forschungsverbünde ausgewählt. Sie werden in den nächsten vier Jahren mit bis zu 40 Millionen Euro gefördert. Zu den Forschungsfragen zählen unter anderem begangenes Unrecht, etwa in Haftanstalten, Erziehungsheimen, im Gesundheitswesen sowie gegen Ausreisewillige. „Es ist erschreckend, dass viele Menschen heute nur noch wenig über die DDR wissen und auch, dass das dort geschehene Unrecht teilweise verharmlost wird. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Aufarbeitung des in der DDR geschehenen Unrechts unter Rot-Rot-Grün in Thüringen ist unzureichend. Wir steuern als Bund gegen und fördern auch unter anderem Forschungsprojekte mit Beteiligung von Thüringer Forschungseinrichtungen. Sie werden dazu beitragen, Wissenslücken zu schließen“, berichtete der Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete und Forschungspolitiker Tankred Schipanski.

Der Thüringer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) begrüßt das Bußwort der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Sie hatte darin bekannt, sich dem SED-Unrecht nicht entschlossen genug entgegengestellt zu haben und dafür um Vergebung gebeten. „Das Bekenntnis der EKM ist ein bedeutendes Signal an die Opfer der SED-Diktatur. Die klaren Worte und die Schonungslosigkeit, mit der die Kirche dieses Kapitel der eigenen Geschichte aufarbeitet, müssen Vorbild sein für das Thüringer Regierungsbündnis. Wir brauchen eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem in der DDR erzeugten Unrecht gegenüber Christen. Dafür ist es nicht zu spät“, mahnt der Abgeordnete.

Der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) schließt sich der Kritik von evangelischen und katholischen Kirchenvertretern, insbesondere Ordinariatsrat Winfried Weinrich (TLZ und OTZ berichteten am 18.08.2016), an der unzureichenden Aufarbeitung der Christenfeindlichkeit in der DDR an. „Die DDR-Diktatur hat vielen Christen großes Leid und Unrecht zugefügt. Wenn es der rot-rot-grünen Landesregierung ernst mit der Aufarbeitung ist, muss auch die Christenfeindlichkeit des Regimes auf den Tisch. Es reicht nicht aus, wenn der Ministerpräsident zum Papst pilgert, seine Partei muss sich endlich ihrer historischen Verantwortung stellen“, so der Thüringer Bundestagsabgeordnete.