Steuersystem muss einfacher werden

Junge Unionsabgeordnete legen 3-Punkte-Papier vor

Mitte Januar hat der Thüringer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. Carsten Linnemann (CDU), Thomas Silberhorn (CSU), Thomas Bareiß (CDU) und Dr. Peter Tauber (CDU) sowie seiner Kollegin Nadine Schön (CDU) ein einfacheres, transparenteres und gerechteres Steuersystem gefordert. Nun haben die Abgeordneten ein 3-Punkte-Papier vorgelegt, das sie in den kommenden Tagen mit den Generalsekretären von CDU und CSU, Hermann Gröhe und Alexander Dobrindt diskutieren werden. Ziel ist, die Vorschläge in die Wahlprogramme beider Parteien aufzunehmen.

Die sechs Abgeordneten bekennen sich in Punkt eins zu Steuersicherheit. „Während die FDP die Einkommensteuer senken und linke Parteien sie erhöhen wollen, bekennen wir uns auch für die kommende Legislaturperiode zu stabilen Einkommensteuersätzen. Nie waren die Steuereinnahmen in Deutschland höher. Es fehlt dem deutschen Steuersystem also nicht an Einnahmen, sondern an Verständlichkeit und Transparenz,“ betont Schipanski.

Konkrete Änderungsvorschläge beinhalten die Punkte zwei und drei des Reformpapiers. Durch die Einführung einer Vereinfachungspauschale sollen Steuerzahler fortan keine Quittungen und Kassenzettel mehr sammeln müssen. Die neue Pauschale soll signifikant über dem derzeitigen Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro liegen. In ihr werden Werbungskosten (z. B. Arbeitskleidung, Bürobedarf), Steuererleichterungen (z. B. Arbeitskosten für Handwerker) und außergewöhnliche Belastungen (z. B. Zuzahlungen auf Medikamente) zusammengefasst. „Mit der neuen Pauschale soll der Aufwand für die Bürger minimiert und Bürokratie abgebaut werden,“ so Schipanski weiter.

Drittens soll der derzeitige Einkommenssteuertarif um einen Inflationskoeffizienten ergänzt werden, um heimliche Steuererhöhungen zu vermeiden. „Die so genannte kalte Progression würde dann von vornherein nicht mehr auftreten,“ sagt Schipanski abschließend.

Datei herunterladen  Steuersystem muss einfacher werden  |  4. März 2013