Land muss bei Unterbringung von Flüchtlingen auf Standortübungsplatz Ohrdruf mehr kommunizieren

Datei herunterladen  and muss bei Unterbringung von Flüchtlingen auf Standortübungsplatz Ohrdruf mehr kommunizieren  |  1. September 2015  

Forderung nach Schließung des Bundeswehrstandortes absurd
Als absurd bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) die Forderung der Landtagsabgeordneten Johanna Scheringer-Wright, den Standortübungsplatz Ohrdruf zu schließen und insgesamt der zivilen Nutzung zur Verfügung zu stellen. „Über 2.000 Soldaten aus Gotha und Erfurt üben auf dem Gelände. Die Bundeswehr braucht den Standortübungsplatz Ohrdruf“, stellte Schipanski klar.

Auch für die Kritik der Landtagsabgeordneten an der besorgten Reaktion der Bürgerinnen und Bürger auf die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen in der Kaserne hat Schipanski kein Verständnis. Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis Gotha für Flüchtlinge sei sehr groß. „Die Entscheidungsträger vor Ort konnten Bürgerinnen und Bürger in diesem Fall nicht frühzeitig über die Unterbringung der Flüchtlinge auf dem Standortübungsplatz informieren. Sie wurden von der Landesregierung vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch wenn ich mir des Drucks angesichts stetig wachsender Flüchtlingszahlen bewusst bin: Eine solche Informationspolitik ist nicht tragbar“, sagte Schipanski. Vor Ort herrsche noch immer große Unklarheit darüber, welche weiteren Schritte geplant seien, beispielsweise ob die Unterbringung auf dem Übungsplatz von Dauer sei oder welches Sicherheitskonzept vorliege. Diesbezüglich habe er sich in einem Brief an Ministerpräsident Ramelow gewandt.

„Wir müssen alles dafür tun, das Verständnis und die Hilfsbereitschaft der Menschen aufrecht zu erhalten, um die Herausforderung der Unterbringung von Flüchtlingen gemeinsam zu meistern“, so Schipanski abschließend.