Erneut Millioneninvestitionen in digitale Schulbildung

Schipanski: „Bundesprogramm ist nur nachhaltig, wenn die Landesregierung endlich Lehrerfortbildung für die digitale Bildung stärkt.“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat heute mit den Kultusministern der Länder eine Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet, in deren Folge der Bund 500 Millionen Euro in digitale Endgeräte für unsere Schulen in Deutschland investiert. Die Endgeräte sollen insbesondere sozial schwächeren Schülern zur Verfügung gestellt werden, um langfristig qualitative Lehre bei einer Kombination aus Homeschooling und Präsenzunterricht zu ermöglichen. Davon profitieren auch die Schulen im Landkreis Gotha und Ilm-Kreis.

Der Thüringer Bildungspolitiker und Digitalpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion, Tankred Schipanski (CDU) sagt dazu: „Erneut ist der Bund Impulsgeber für die digitale Bildung in unseren Schulen. Mit dem DigitalPakt Schule i.H.v. 5 Mrd. Euro finanziert der Bund freiwillig die technische Infrastruktur in den Schulen. Mit der zusätzlichen Bund-Länder-Vereinbarung zu digitalen Endgeräten für bedürftige Schüler vom heutigen Tage, finanziert der Bund nunmehr i.H.v. 500 Mio Euro Endgeräte. Das ist ein wichtiger Impuls mit dem der Bund zu langfristig gutem Unterricht für alle Schüler beiträgt.“ Gleichzeitig mahnt Schipanski, dass die Landesregierung endlich mehr in die Lehrerfortbildung investieren muss: „Die Bundesinvestitionen sind nur nachhaltig, wenn Thüringen endlich aktiv ihre digitalen Lehr- und Lernkonzepte vorantreibt. Insbesondere muss sich die Landesregierung viel stärker im Bereich der Lehrerfortbildung engagieren. Das ist die Achillesferse der digitalen Schulbildung. Ich betrachte mit großer Sorge, dass die Thüringer Landesregierung scheinbar auch mit dieser Aufgabenstellung an ihre Grenzen gerät.“ 

Hintergrund:

Der Bund hat in den letzten Wochen mit mehreren großen Soforthilfeprogrammen die Länder in ihrer Bildungspolitik unterstützt. Dies beinhaltete finanzielle Unterstützung von Schulen und Hochschulen, die Öffnung der Bundesschulcoud (des Hasso-Plattner Institut) für digitalen Unterricht und die Unterstützung von Schülern und Studenten in finanziellen Notsituationen. Das Sofortprogramm für Endgeräte ist ein weiterer zusätzlicher Baustein der Unterstützung, die der Bund für die digitale Bildungspolitik den Ländern zur Verfügung stellt. Aus dem beschlossenen Soforthilfeprogramm über 500 Millionen Euro entfallen nach dem Königsteiner Schlüssel 13 Millionen Euro auf den Freistaat Thüringen. Die Landesregierung muss diese mit 10 % der Summe ergänzen.