Zeitarbeitsbranche verlangt differenzierte Lösung

 

CDU-Bundestagsabgeordneter Tankred Schipanski bei CE-SYS Engineering Ilmenau zu Gast

Zu einem ausführlichen Gedankenaustausch traf sich der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski am Montag (14. Februar 2011) mit den Geschäftsführern der CE-SYS Engineering GmbH, Dr. Ralph Mikolaschek und Hartmut Engel, in Ilmenau. Im Vordergrund des Gespräches stand die Tätigkeit des Unternehmens, im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung Hochqualifizierte aus technischen und ingenieurwissenschaftlichen Berufen auf Zeit an andere Unternehmen zu vermitteln. Über 80 Mitarbeiter, überwiegend Maschinenbauzeichner und Diplomingenieure, sind bei dem Ilmenauer Unternehmen fest angestellt und werden auf Projektbasis an Unternehmen wie Siemens, Zeiss oder Gildemeister ausgeliehen. Wie die Geschäftsführer betonten, würden ihre Mitarbeiter weit übertariflich bezahlt. „Deshalb wäre für unsere Mitarbeiter das aktuell diskutierte Equal-Pay-Modell ein großer Rückschritt“, betonten Mikolaschek und Engel. Sie hoben hervor, dass etwa zehn Prozent der eine Millionen in der Arbeitnehmerüberlassung Beschäftigten im Bereich der Ingenieur-Dienstleistungen arbeiten. „Das Equal-Pay-Modell mag für die rund 500.000 Zeitarbeitnehmer im geringqualifizierten Bereich eine berechtigte Forderung sein, nicht jedoch für die Sparte der Hochqualifizierten“, bilanzierte Schipanski in dem Gespräch. Eine differenzierte Lösung für die unterschiedlichen Branchen der Zeitarbeit sei deshalb notwendig. Ein Mindestlohn, der für Ost und West gleich sei, sei für die Zeitarbeitsbranche bereits in Planung, so Schipanski.

Datei herunterladen  Zeitarbeit verlang differenzierte Lösung  |  15. Februar 2011