Anerkennung ausländischer Abschlüsse vereinfachen

Der Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) unterstützt das Vorhaben des Thüringer Innenministers Jörg Geibert (CDU), die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse zu vereinfachen. „Eine gemeinsame Thüringer Anlaufstelle in Behörden und Kammern halte ich für absolut notwendig, um bürokratische Hürden abzubauen“, befürwortete der Parlamentarier die Initiative. Auch der Bund wolle die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen erleichtern, erklärte Schipanski. Eine umfassende Koordination zwischen Bund und Ländern sei jedoch unerlässlich, da einige Berufe auf Bundes-, andere aber auf Landesebene geregelt seien. So sind die Länder für Berufsgruppen wie Lehrer, Erzieher, Architekten und Ingenieure zuständig, der Bund trägt beispielsweise die Verantwortung für Heilberufe und Ausbildungsberufe nach der Handwerksordnung. Die Bundesregierung plane derzeit nicht nur ein Gesetz zur Verbesserung der Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, sondern auch ein umfangreiches Beratungs- und Informationsangebot. „Vorgesehen ist unter anderem eine Telefonhotline, über die Bewerber praktische Fragen zu zuständigen Stellen, benötigten Unterlagen und Verfahrensmodalitäten klären können. So beschleunigen wird die Prozedur erheblich und können ausländische Fachkräfte und Hochqualifizierte schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren“, betonte Schipanski. Wichtig sei dabei, dass einmal in Deutschland anerkannte Abschlüsse auch in den anderen Bundesländern akzeptiert würden. Noch vor der Sommerpause solle das Gesetz im Deutschen Bundestag beschlossen werden.

Datei herunterladen  Anerkennung ausländischer Abschlüsse vereinfachen  |  24. Februar 2011