Elektromobilität: Absage kommt für Schipanski nicht überraschend

Der Thüringer Forschungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) bedauert, dass Thüringen bei der Förderinitiative „Schaufenster Elektromobilität“ der Bundesregierung leer ausgeht. „Die Entscheidung der Bundesregierung über die vier Schaufenster-Regionen ist für Thüringen enttäuschend. Aus heiterem Himmel kam die Absage allerdings nicht. Ich bin überzeugt, dass eine mitteldeutsche Bewerbung gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Sachsen bessere Chancen gehabt hätte. Darauf hat die Thüringer Landesgruppe der CDU-Bundestagsabgeordneten bereits im November letzten Jahres hingewiesen.

Die von Thüringen eingereichte Bewerbung konnte die Experten-Jury nicht überzeugen. Zudem haben sich andere Bewerber wesentlich professioneller präsentiert“, so der Bundestagsabgeordnete.

Bereits im Oktober 2011 appellierte Schipanski an den Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig, sich mit allen verfügbaren Kräften an der Ausschreibung zu beteiligen und auch andere Bundesländer für eine gemeinsame Bewerbung zu gewinnen. Es sei schwer verständlich, dass das Thüringer Wirtschaftsministerium eine gemeinsame Bewerbung auch mit Sachsen nicht koordinieren konnte. Aus Schipanskis Sicht wäre es primäre Aufgabe Machnigs gewesen, Sachsen als Verbündeten für eine starke mitteldeutsche Bewerbung um die Bundesfördermittel zu gewinnen.

„Mit der Absage gehen wichtige Fördermittel für den Forschungsstandort Thüringen verloren. Ich gehe davon aus, dass das in Ilmenau beheimatete und landesfinanzierte Thüringer Innovationszentrum Mobilität (THIMO) alle zugesagten Investitionen tätigen wird“, sagt der Ilmenauer Abgeordnete. Für Unruhe sorgte bereits die Nachricht, dass das THIMO sich gegen den geplanten Standort am Ilmenauer Hauptbahnhof entschieden hat.

Datei herunterladen  Elektromobilität: Absage kommt für Schipanski nicht überraschend  |  4. April 2012