Bundestag beschließt steuerliche Forschungförderung

Für Investitionen in Forschung und Entwicklung können Unternehmen künftig eine steuerliche Förderung erhalten. Das hat der Deutsche Bundestag am Donnerstagabend beschlossen. Mit der sogenannten „steuerlichen Forschungsförderung“ will der Bund einen Anreiz für mehr private Investitionen in Forschung setzen und damit den Innovationsstandort Deutschland stärken. Der Thüringer Forschungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) begrüßt die Einführung des Förderinstruments:

„Mit der neuen steuerlichen Forschungsförderung schaffen wir eine unbürokratische Fördermöglichkeit, die insbesondere für forschende mittelständische Unternehmen attraktiv ist. Wir stärken damit ihre Innovationskraft. Die Förderung ist einfach zu beantragen und wird mit der jährlich fälligen Steuerlast direkt vom Finanzamt verrechnet.“

[download id="909"] Neue Anträge zur ZIM-Richtlinie ab 15. Mai 2015 möglich Ab dem 15. Mai können wieder Anträge auf Fördermittel aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gestellt werden. Das teilte der CDU-Forschungspolitiker Tankred Schipanski mit. Die Mittel für ZIM wurden für 2015 um 30 Millionen auf 543 Millionen angehoben. „Für diese Mittelanhebung habe ich mich erfolgreich mit einer Reihe von Kollegen eingesetzt. ZIM ist ein außerordentlich erfolgreiches Programm, welches marktorientierte technologische Forschungsprojekte der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland fördert. So können neue Produkte kreiert und Arbeitsplätze nachhaltig geschaffen werden“, erläutert der Forschungsexperte aus Ilmenau. Die ZIM-Richtlinie wurde leicht modifiziert.

[download id="812"] Rund 22,6 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung fließen seit 2012 für laufende Forschungsprojekte in den Ilm-Kreis. Vor allem die Technische Universität (TU) Ilmenau profitiert von der Bundesförderung (20,7 Mio. Euro), aber auch die Fraunhofer Institute (1,9 Mio. Euro) erhielten Förderbescheide. Erst im Juli hatte sich die TU Ilmenau beim Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ durchgesetzt und Bundesfördermittel in Höhe von mehr als 2,7 Millionen Euro erhalten. Am Dienstag (26. August 2014) will sich Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU) vor Ort über das hierbei geförderte Projekt „BASICPlus“ sowie die Forschungsstrategie der Tu Ilmenau informieren.