Schicksal der Bosch-Mitarbeiter nicht zur parteipolitischen Profilierung nutzen

Nach Bekanntwerden des Ausstiegs von Bosch aus dem Solargeschäft am 22. März 2013 haben die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders (LINKE), und die SPD-Landtagsabgeordnete Eleonore Mühlbauer (SPD) schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und den heimischen Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski (CDU) erhoben. „Ich werbe sehr dafür, das Schicksal der Betroffenen nicht zur parteipolitischen Profilierung zu missbrauchen. Ich fordere die Vertreter aller Parteien auf, jetzt zusammenzustehen und gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern an Lösungen für die rund 1.750 betroffenen Mitarbeiter zu arbeiten“, fordert Schipanski.

„Insbesondere die Äußerungen von Eleonore Mühlbauer sind geschmacklos und zeugen von schlechtem politischen Stil. Die Vorwürfe sind inhaltlich in keinster Weise haltbar. Die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) war und ist notwendig, um die Strompreise nicht explodieren zu lassen und die Verbraucher zu schützen“, so Schipanski.

In den Mitteilungen des Unternehmens Bosch an politische Verantwortungsträger und die Presse werden als Gründe für den Ausstieg aus der kristallinen Photovoltaik weltweite Überkapazitäten und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit benannt. Die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland werden hingegen ausdrücklich nicht als Grund für die konkrete Entscheidung zur Werkschließung angeführt. Insgesamt belaufen sich die Verluste der Bosch Solar Energy seit dem Einstieg ins Solargeschäft 2008 auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Datei herunterladen  Schicksal der Bosch-Mitarbeiter nicht zur parteipolitischen Profilierung nutzen  |  25. März 2013