Fachkräftebedarf sichern, Willkommenskultur stärken

Bundestag erleichtert Zuwanderung für Hochqualifizierte und Arbeitsbedingungen für ausländische Studenten
Der Deutsche Bundestag hat heute ein Gesetz beschlossen, das hochqualifizierten Fachkräften aus dem Ausland die Zuwanderung erleichtert. Der Thüringer Bildungspolitiker und zuständige Berichterstatter Tankred Schipanski (CDU) begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes: „Wenn wir in Deutschland Wohlstand und Wachstum sichern wollen, müssen wir die klügsten Köpfe für uns gewinnen und sie bei uns willkommen heißen. Da Unternehmen in bestimmten Bereichen keine ausreichend qualifizierten Mitarbeiter aus dem Inland finden, erleichtern wir hier die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland. Natürlich werden gut ausgebildete Zuwanderer nur dann gerne bei uns leben wollen, wenn wir unsere Willkommenskultur weiter stärken und ein Klima von Toleranz und Aufgeschlossenheit schaffen.“

Mit der Verabschiedung des Gesetzesentwurfs setzt der Bundestag die Hochqualifiziertenrichtlinie der Europäischen Union um und reagiert auf den aktuellen Fachkräftebedarf in Deutschland. Inhaber der neu eingeführten „Blauen Karte EU“ können bereits nach drei Jahren ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht bekommen. Die „Blaue Karte“ soll erhalten, wer einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation besitzt und ein Bruttojahresgehalt von mindestens 44.000 Euro erzielt. Neben diesem neuen Aufenthaltstitel werden insbesondere die Rahmenbedingungen für ausländische Studierende und Auszubildende deutlich verbessert. Diese haben nun 18 Monate Zeit um eine angemessene Beschäftigung zu finden. Ferner dürfen ausländische Studierende einen Nebenjob statt bisher 90 Tage nun 180 Tage ausüben. „Ein Meilenstein für die Betroffenen ist auch, dass nun Familienangehörige und Ehepartner eine Beschäftigung in Deutschland ausüben können, ohne dass diese zuvor von der Ausländerbehörde genehmigt werden muss. Das alles ist gelebte Willkommenskultur in Deutschland“, so Schipanski.

Datei herunterladen  Fachkräftebedarf sichern, Willkommenskultur stärken  |  27. April 2012