Die Technische Universität Ilmenau kann mit Bundesmitteln aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Verbundprojektes Plenophthalmologische Kamera für die mobile 3D-Netzhautdiagnostik (PlenoM) rechnen. Das gab der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) bekannt: „Ich freue mich sehr über die Bundesmittel für die Technische Universität Ilmenau in Höhe von rund 829.000 € im Rahmen des Verbundprojektes. Mit PlenoM ist es möglich, die Gesundheitsversorgung im Bereich der Augenmedizin noch effektiver sowie wirtschaftlicher zu gestalten. Das Projekt bringt erhebliche Verbesserungen für Patientinnen und Patienten im Bereich der augenärztlichen Untersuchungen mit sich.“ Das Projekt PlenoM sieht vor, durch eine neuartige, hochmobile Fundusbildgebung den Einsatz aufwendiger Lasertechnik zu vermeiden, so dass ein kompaktes und portables Plenophthalmoskop entsteht, das flexibel sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich eingesetzt werden kann. Somit stellt PlenoM wichtige Weichen für die Erweiterung des Diagnoseinstrumentariums bei der Untersuchung von Augenerkrankungen wie Glaukom oder altersbedingte Makuladegeneration dar. Das Verbundprojekt wird im Rahmen der BMBF Förderrichtlinie „Immer vor Ort – mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung“ gefördert. Mit der Förderrichtlinie unterstützt das BMBF Innovatoren aus Industrie, Klinik und Wissenschaft dabei, mobile und am Patientenbedarf orientierte medizintechnische Produkte und Dienstleistungen für eine patientennahe Gesundheitsversorgung zu entwickeln.

Sonderprogramm für die TU Ilmenau hat nach wie vor keine Priorität für die rot-rot-grüne Landesregierung
Der Thüringer Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) kritisiert den Haushaltsplan des Thüringer Wissenschaftsministeriums für das Jahr 2020: „Die Forderung von Bildungspolitiker auf Bundes- und Landespolitiker nach einem Sonderprogramm für die Technische Universität (TU) Ilmenau wird auch in den Haushaltsplänen für das Jahr 2020 der rot-rot-grünen Landesregierung nicht aufgegriffen. Das bedauere ich zutiefst. Zwar verweist Minister Wolfgang Tiefensee auf die Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschulen um 17,8 Mio. Euro. Gemessen an der äußerst positiven Haushaltsentwicklung der Bundesländer – der Freistaat Thüringen hat Ende Dezember 2018 Mehreinnahmen in Höhe von rund 624 Mio. Euro aufgewiesen – stellt dies jedoch keine ausreichende Stärkung der Thüringer Hochschul- und Forschungslandschaft dar.

Der Ilmenauer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski (CDU) fordert erneut ein Sonderprogramm des Freistaates für die Technische Universität (TU) Ilmenau und hofft dabei auf Unterstützung der Thüringer SPD-Landtagsfraktion. Diese hatte im Rahmen ihrer Winterklausurtagung in Ilmenau angekündigt, das dortige Innovationszentrum Mobilität weiter fördern zu wollen.

„Das Innovationszentrum Mobilität zu fördern ist gut, greift aber zu kurz. Für Ilmenau muss mehr drin sein! Der Forschungsstandort muss im Ganzen stärker unterstützt werden. Dafür brauchen wir eine ausreichende Finanzierung durch den Freistaat Thüringen und ein Sonderprogramm für die TU Ilmenau. Deren Wettbewerbsfähigkeit sehe ich langfristig nämlich gefährdet durch die wachsende Konkurrenz im nahen Bayern, insbesondere durch die neue TU Nürnberg. Ich setze hierbei auf Unterstützung durch die SPD-Landtagsfraktion, auch beim zuständigen SPD-Wissenschaftsminister“, so Schipanski.