Erfolgreiche Innovationsförderung wird ausgeweitet

Datei herunterladen  Erfolgreiche Innovationsförderung wird ausgeweitet  |  18. November 2015  

Das Bundesförderprogramm für Innovationen in den neuen Bundesländern „Unternehmen Region“ wird weiterentwickelt. Das erläuterte die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am Dienstag bei einer Konferenz zu diesem Thema in Berlin. In einem ersten Schritt werden dabei zusätzliche 10 Millionen Euro eingesetzt, um Pilotprojekte in Westdeutschland zu fördern. Der Forschungspolitiker Tankred Schipanski (CDU) begrüßt die Fortentwicklung des Programms:

„Das Programm war in den letzten 15 Jahren eine riesige Erfolgsgeschichte in den neuen Bundesländern. Ich denke es ist grundsätzlich richtig, dass nun auch innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Westdeutschland von den Erfahrungen im Osten profitieren können. Dabei war mir wichtig, dass die zusätzliche Förderung im Westen auch aus zusätzlichen Mitteln erfolgt.

Auf der Innovationskonferenz wurde deutlich, dass die privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung in den neuen Ländern immer noch weit unter denen im Westen liegen. Das liegt insbesondere an den fehlenden Großunternehmen im Osten. Entsprechend bleibt es unverzichtbar, dass sich der Bund dabei engagiert, kleine und mittelständische Unternehmen im Osten und Forschungseinrichtungen miteinander zu vernetzen. Aus diesen Kooperationen entsteht ein großer volkswirtschaftlicher Mehrwert. Es ist daher richtig, dass auch für den Osten die Mittel um drei Millionen erhöht wurden.“

Die Programmfamilie „Unternehmen Region“ ist für das Haushaltsjahr 2016 mit 159 Millionen Euro ausgestattet. Von der Erhöhung um 13 Millionen fließen 10 Millionen in westdeutsche Regionen mit besonderen Herausforderungen beim Strukturwandel. Seit 1999 hat das Bundesforschungsministerium über das Programm mehr als 3.000 Projekte mit insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro gefördert. Von diesen Mitteln entfielen 288,4 Millionen Euro auf Thüringen als zweitwichtigstes Empfängerland nach Sachsen. Konkret wird beispielsweise derzeit ein Projekt am Fachgebiet für Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung an der TU Ilmenau mit 3,26 Millionen aus dem Programm gefördert.