USA-Stipendium

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Congress gibt jungen Menschen die Möglichkeit, mit einem Stipendium ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Zeitgleich sind junge US-Amerikaner ein Jahr lang zu Gast in Deutschland.

Für die in einem aufwendigen Bewerbungsverfahren ausgewählten deutschen Stipendiaten übernehmen Bundestagsabgeordnete eine Patenschaft.

Das diesjährige Stipendium, bei dem ich gerne wieder eine Patenschaft übernommen habe, hat die Schülerin Sarah aus Boilstädt erhalten. Im August flog sie zu ihrer Gastfamilie nach Concord im US-Bundestaat Michigan in der Nähe der amerikanisch-kanadischen Grenze. Auf dieser Seite berichtet Sarah nun regelmäßig über ihre Erfahrungen während des Auslandsjahrs.

 

Im vergangenen Jahr nahm Ronja aus Gierstädt an dem Programm teil und verbrachte ihr Auslandsjahr in Texas. Die Stipendiaten der Vorjahren waren Annunziata Kim Schönfeldt (2014/2015), Elisabeth Schmeißer (2013/2014) und Sarah Juliane Prey (2012/2013 ). Auch ihre Berichte können hier nachgelesen werden.

 

Weitere Informationen zur Teilnahme und Bewerbung für das PPP finden Sie auf den Seiten des Deutschen Bundestages.

Aktuelle Berichte

Gerade bin ich wieder zuhause in Michigan angekommen nachdem ich Springbreak im sonnigen Florida verbracht habe. Zusammen mit meiner Gastfamilie hatte ich dort eine wunderschöne Zeit und konnte noch mehr von den USA sehen. Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp in Tennessee eingelegt und in einem der größten Hotels der Welt übernachtet, was wirklich unglaublich war. Am nächsten Tag sind wir dann weitergefahren und es war sehr interessant zu beobachten, wie die Landschaft und das Wetter sich veränderten umso näher wir unserem Ziel kamen. Über eine Brücke konnte man eine dem Festland vorgelagerte Insel erreichen, auf der sich unser Hotel befand. Wir wohnten in der obersten Etage eines Hochhauses direkt am Strand mit einem wunderschönen Ausblick auf das Meer, und hatten sogar einen eigenen Whirlpool auf der Dachterrasse in dem man abends den Sonnenuntergang beobachten konnte. Bei unseren täglichen Spaziergängen haben wir Muscheln gesammelt und konnten Anglern beim Fischen von Haien zuschauen. Tagsüber haben wir die Sonne genossen und am Strand entspannt oder haben uns die Umgebung angesehen. Als wir dann nach einer 15-stündigen Autofahrt wieder zuhause ankamen, vermisste ich sehr das gute Wetter, denn hier im Norden der USA müssen wir noch eine Weile auf den Sommer warten.

Schon die Hälfte meiner Schulzeit hier in den USA ist um und nach zwei Wochen Ferien bin ich wieder in der Schule. Die Weihnachtszeit war sehr schön, da es viele Treffen mit der gesamten Familie gab. Dabei gab es immer sehr viel Essen und alle haben Kuchen und andere Speisen mitgebracht. Ich muss aber sagen dass ich inzwischen sehr das Essen zuhause in Deutschland vermisse, da es hier oft ungesund ist und viel auswärts gegessen wird. Zum Glück liebt meine Gastfamilie genauso sehr wie ich mexikanisches Essen welches jede Woche entweder zu Hause oder bei Taco Bell, dem besten Fast Food Restaurant hier, gibt.

An Heiligabend hatten alle Kinder dieselben Pyjamas an, was wirklich sehr witzig war. Geschenke gibt es hier einen Tag später als in Deutschland und meine beiden Gastschwestern waren sehr aufgeregt. Wir haben im Wohnzimmer geschlafen und sind dann morgens 3:00 aufgewacht und haben die Eltern geweckt um die Geschenke auszupacken. Silvester haben wir zuhause verbracht und einen Film geschaut. Allgemein ist Neujahr hier nicht sehr spektakulär und ich bin zum ersten Mal vor 24:00 eingeschlafen. In meinen Ferien war ich außerdem für ein paar Tage auf einem Treffen mit Jugendlichen der Kirche, Rollschuhfahren und vieles mehr.

Nach nun schon zwei Monaten hier melde ich mich das erste Mal aus Concord in Michigan. Die Zeit vergeht so schnell und ich genieße es hier sehr. Meine Gastfamilie kümmert sich so gut um mich und sowohl meine beiden Gastschwestern und meine Gasteltern als auch der Rest der Familie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich teile mir das Zimmer mit einer meiner Gastschwestern, was nicht immer einfach ist, aber dafür nie für Langeweile sorgt. Wir gehen beide auf die Concord High School, ich bin dort ein Senior, also in der 12. Klasse. Der Unterricht hier unterscheidet sich sehr von dem was ich gewohnt bin. Ich habe nur sechs verschiedene Fächer, was das Lernen hier sehr viel einfacher macht. Nach der Schule habe ich meistens Cheerleading. Das Training ist hart, aber es macht sehr viel Spaß zusammen mit meiner Gastschwester. Alle aus meinem Team sind so nett und motivieren mich immer, besser zu werden. Freitags cheeren wir bei den Spielen unserer Footballmannschaft. Die Stimmung dort ist unglaublich und selbst als es das ganze Spiel über regnete, ging niemand nach Hause sondern alle feuerten umso mehr an. Mit in meinem Team ist die brasilianische Austauschschülerin meiner „Gastcousine“, sie ist eine meiner besten Freundinnen hier. In unserer Freizeit und am Wochenende unternehmen wir viel zusammen und haben fast jedes Wochenende Sleepovers.

Nun bin ich schon seit mehr als sieben Monaten in Texas und es wird immer noch nicht langweilig. Meine Gastfamilie und ich waren in Las Vegas, auf dem Rodeo in San Antonio und in Seaworld. Ich hatte seit Mitte Februar jedes Wochenende „Track Meets“, das sind Leichtathletik-Wettkämpfe und ich werde schon bald für den Abschlussball (Prom) einkaufen gehen.

Im Februar haben meine Gastfamilie und ich für den 50. Superbowl (Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League) vier Tage lang einen Ausflug nach Las Vegas gemacht und es war atemberaubend. Es ist wortwörtlich eine Stadt, die niemals schläft. Jedes Hotel hat ein eigenes Einkaufszentrum, ein eigenes Casino und eigene Bars und Restaurants. Gleich am ersten Abend hat mein Gastvater Brandon 100 Dollar einfach so in eine Spielmaschine eingeworfen und dabei 250 Dollar gewonnen. Das war unglaublich. Unser Hotel war das Monte Carlo Hotel. Es war sehr sehr schön. An unserem ersten Morgen bin ich aufgewacht und ich hatte einen perfekten Ausblick auf die Berge, dazu hat Brandon auch noch Starbucks-Kaffee zum Frühstück mitgebracht. Ich habe diesen Moment sehr genossen. Am Abend haben wir den Superbowl geschaut und sind noch zu einem anderen Hotel gegangen, dem „Königshotel“ in Las Vegas, dem Belagio. Dort war eine riesige Wassershow mit Lichtern und Musik. Überall waren Straßenkünstler und Menschen. Es war wirklich schön. Am Sonntag sind wir dann shoppen gegangen und am Nachmittag mussten sich meine Gasteltern erstmal ausruhen. Am Montag haben wir gefrühstückt, sind zum Flughafen gefahren und nach San Diego geflogen. Von San Diego sind wir zurück in den Süden nach San Antonio geflogen und von dort heim nach Devine gefahren.