Ein großes Medienecho und viele empörte Stimmen sind uns entgegen geschlagen. Der Vorschlag einer solidarischen Demografie-Abgabe von uns Mitgliedern der Jungen Gruppe der CDU/CSU- Bundestagsfraktion stieß – mit Ausnahmen – auf viel Polemik. Von einer „Straf-Abgabe“ und einer Diskriminierung Kinderloser war die Rede. Zugegeben: Der Begriff „Demografie-Rücklage“ klingt sperrig und muss vielleicht besser erklärt werden. Die vorgebrachten Vorwürfe treffen den Kern der Debatte aber nicht. Sie verschleiern worum es eigentlich geht.

Am vergangenen Dienstag kamen in Berlin mehr als 120 Vertreter aus Politik, Gewerkschaften, Verbänden sowie des öffentlichen Diensts zum fünften Integrationsgipfel im Kanzleramt zusammen. Unter der Leitung von Bundeskanzlerin Merkel verabschiedeten sie einen „Nationalen Integrationsplan Integration“. Einen Schwerpunkt legt der Bund darin auf das Deutschlernen von Kindern. So fließen bis 2014 insgesamt 400 Millionen Euro in die gezielte Sprachförderung an Kitas. Dadurch werden auch für Kinder aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird, die Chancen auf den frühzeitigen Erwerb der deutschen Sprache deutlich erhöht und der Grundstein für eine erfolgreiche schulische und berufliche Zukunft gelegt.

In der Zeit über Weihnachten und den Jahreswechsel gab es in der Hauptstadt ein anderes Thema als die Schuldenkrise der Eurostaaten: unseren Bundespräsidenten. Nach dem ersten Schrecken über die massiven Vorwürfe der Bildzeitung gegen Christian Wulff, er habe versucht, die Presse an der Berichterstattung über seinen Privatkredit zu hindern, hofften bundesweit sicher noch viele Deutsche, die Affäre werde sich bald zu Gunsten des Bundespräsidenten aufklären. Statt dessen nahm die Krise im Schloss Bellevue immer weitere Ausmaße an.

Als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter gliedert sich meine politische Arbeit in zwei Bereiche: In den 22 Sitzungswochen des Deutschen Bundestages bin ich in Berlin, nehme an vielen Sitzungen teil und das vor allem in meinen Schwerpunktthemen, die zu den Bereichen Bildung, Forschung und Neue Medien gehören. In den anderen Wochen sowie an den meisten Wochenenden bin ich im Wahlkreis unterwegs, besuche Unternehmen, Schulen, Vereine und soziale Einrichtungen, biete Bürgersprechstunden an und suche bei vielen Veranstaltungen das Gespräch mit den Bürgern. Dabei möchte ich erfahren, welche Probleme, Sorgen und Kritikpunkte die Menschen im Ilm-Kreis und im Landkreis Gotha haben. Und hier schließt sich der Kreis zwischen meinem Engagement in Sitzungswochen in Berlin und dem in Wahlkreiswochen in Thüringen, denn die Anregungen der Bürger prüfe ich – auch außerhalb meiner eigentlichen Schwerpunktthemen – eingehend und nehme sie mit nach Berlin, wo ich sie an die zuständigen Experten weitergebe oder in die entsprechenden Gremien einbringe.